Workshop deutscher und kirgisischer Informatik-Studenten in Ost-Kirgisistan

Informatik-Studenten der Westsächsischen Hochschule Zwickau und ihrer kirgisischen Partneruniversität KSUCTA in Bischkek trafen sich mit zwei Professoren der WHZ zu einem siebentägigen Abschlussworkshop ihres gemeinsamen Semesterprojekts in Softwareentwicklung. Seit Anfang März hatten sie über das Internet zusammen an einer Steuerungssoftware für einen Quadcopter gearbeitet, die jetzt in der Mittelschule des Dorfes Yrdyk fertiggestellt und erprobt werden sollte. „Unser Ziel war es, ein eigenständiges Steuerungsprogramm zu schreiben, das auf allen gängigen PC-Betriebssystem lauffähig ist, und mit dem wir einen Höhenflugrekord aufstellen können“ sagte einer der Betreuer, Prof. Beier von der WHZ. „Bei einem Standard-PC lässt sich die Sendeleistung des WLAN viel leichter erhöhen als bei den üblicherweise genutzten Smartphones“ ergänzte Prof. Grimm. Für die Studenten war es interessant, dass sie die Wirkungen ihrer Programmierung direkt am fliegenden Objekt beobachten konnten. Programmierfehler führten im Wortsinn manchmal zu Abstürzen. Neben der fachlichen Arbeit stand auch die interkulturelle Begegnung und die praktische Auseinandersetzung mit Arbeitsbedingungen in einer postsowjetischen Republik in Zentralasien im Mittelpunkt. Die Richtantenne wurde aus einer alten Straßenlampe und einem Topfdeckel improvisiert, Stromausfälle mussten an zwei Tagen mit einem Generator überbrückt werden und das Internet war auch nicht im gewohnten Umfang verfügbar. Dennoch konnte die Arbeit zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Am letzten Workshoptag, Freitag, dem 18. 07. 2014 wurde, mit GPS gemessen, im ersten Versuch eine Flughöhe von 229 Metern erreicht. Der relativ starke Wind verhinderte weitere Höhenflüge, da die Fluggeräte wieder heil nach Zwickau gebracht werden sollen. Für die sechs deutschen und fünf kirgisischen Studenten sowie zwei Studenten und eine Studentin aus Tadschikistan war es eine sehr intensive Erfahrung in internationaler Zusammenarbeit. Die Professoren konnten innovative Lehrformen mit internetbasierter Teamarbeit erproben. Das Projekt wurde vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert. Ziel des Förderprogramms ist der Ausbau des Einsatzes neuer Medien und Technologien in der internationalen Zusammenarbeit von Hochschulen.

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